Umzüge mit dem Auto

Einen Umzug kann man auf vielfältigste Weise stemmen: Familie & Freunde helfen tatkräftig und mit mehreren Autos oder einem Anhänger mit. Oder man mietet einen ausreichend großen Leihwagen, wie einen Kombi, einen Caddy, einen Transporter. Je nach Führerscheinklasse, die man selbst hat, kann man auch auf Kleinlastwagen oder Anhänger zurückgreifen. Wer sich den Luxus leisten kann und will, kann natürlich auch ein Umzugsunternehmen engagieren – das wäre auch jeden Fall am bequemsten, aber auch die teuerste Lösung.

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Bei meinen bisherigen Umzügen griff ich stets auf meinen eigenen Wagen zurück.

Das ging soweit auch recht gut, aber nur …

  • weil ich bei meinem Auszug von meinem Elternhaus bei jedem Besuch wieder etwas in meine Wohnung mitnehmen konnte.

Die Distanz zwischen meinen Eltern und meiner ersten eigenen Wohnung war recht kurz – eine halbe Stunde Autofahrt und ich war da oder eben dort. Da ich die ersten Monate auch jedes Wochenende wieder zu ihnen fuhr, konnte ich so im Laufe von ein paar Wochen mit jeder Fahrt eine weitere Kleinwagen-Ladung mit meinen persönlichen Sachen mitnehmen.

  • weil meine ersten 3 Wohnungen möbliert waren.

Möblierte Wohnungen erleichtern einen Umzug erheblich: Kein Abbauen von Möbeln, kein Tetris-Spielen beim Einladen und auch kein ebenso ermüdendes Schleppen der Einrichtung an ihren Platz, um dann dort – vollkommen erschöpft – noch wieder aufgebaut zu werden. Ein Umzug ist schon ohne Möbel anstrengend genug …

Allerdings muss man dann eben auch mit dem Vorhandenen zufrieden sein. Bei der ersten Wohnung oder Studentenbuden kann man sich ja auch sehr gut mit einer Einrichtung arragieren, die möglicherweise nicht zu 100% dem eigenen Geschmack entspricht. Hat man erstmal ein festes Einkommen und vielleicht sogar ein Geldpolster angespart, sind auch Umzüge in „leere“ Wohnungen bei vernünftiger Planung eine Option.

  • weil meine Familie gerne mithilft.

Wann immer meine Eltern und meine Bruder konnten, halfen sie mir bei meinen Umzügen: Beim Hochtragen der Kisten oder – und das ist wirklich Gold wert – mit ihren großen Kombis und Anhängern.

Zuletzt bei meinem Umzug von Baden-Württemberg nach Schleswig-Holstein: Über die Jahre in Heidelberg sammelten sich viele praktischen Haushaltsgeräte, stabile Möbel und vor allem Bücher an, die ich einfach nicht zurück lassen konnte. Daraus ergab sich aber ein mathematische Problem:

Volumen der zu transportierenden Habseligkeiten

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Fassungsvermögen meines kleinen Autos

Da waren meine Eltern aber sofort zur Stelle: vereinbarten ein Wochenende mit mir, an dem sie mich in Heidelberg besuchten und dabei gleich mit ihrem Anhänger anrückten. Und bei ihrem nächsten Besuch bei uns im Norden, bringen sie mir alles mit.

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Hat man sich nun für den Umzug mit dem eigenen Wagen entschieden, sollte man an ein paar Dinge achten:

  • Reifen in Ordnung? – Profil, Druck, Winter- bzw. Sommerreifen
  • Ölstand im grünen Bereich?
  • Bremsen ok?
  • Scheibenwischanlage funktionstüchtig?
  • irgendwelche seltsamen Motorgeräusche?

Mein Tipp: Ein „Urlaubs-Check“ bei der Werkstatt!

  • Empfindliche Gegenstände werden nicht erdrückt?
  • Alles gut gesichert? – Verletzungsgefahr durch herumfliegende Gegenstände bei einem Unfall !
  • Genügend zu trinken dabei?
  • Proviant für die Fahrt gepackt?
  • Netten Umzugshelfer als Beifahrer? – Unterhaltung lässt lange Fahrten wie im Flug vergehen
  • Podcasts oder Hörbuch heruntergeladen? – falls man keine Lust mehr auf Radio hat

Mein Tipp für die Pausen entlang der Autobahn: Eine Rolle Toilettenpapier & Desinfektionsmittel!

Also: Denk dran bei der Werkstatt vorbei zuschauen, falls dein Auto schon lange keinen Mechaniker gesehen hat. Beeindrucke nicht nur mit deinen Tetris-Skills, sondern sichere deine Ladung auch gut. Und sorge für Unterhaltung bei der Fahrt, die dich auch lange Strecken überstehen lässt. Und dann kann es auch schon los gehen!

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